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KINDER und JUGENDZEIT -Schi

Kinder JUGENDZEIT „Werners Leiden“ „Besuch in der Vergangenheit“ „Umarme Deine Leidenschaft“ „Verrückt ist normal“
Hier hat der Spass ein Zuhause…

G
eboren in eine sehr sportliche, aktive Familie in Innsbruck. Vater in seiner Jugend, Winter sportlich aktiv im nordischen (mit #BirgerRuud) und alpinen (#Toni Seelos) Bereich, im Sommer Handball. Bruder #KattnigGerd, 12 Jahre älter, hochtalentierter ehrgeiziger, immer vorsichtiger Sportler war mein großes Vorbild im Geräteturnen und alpinen Bereich, Skirennlauf mit #GramshammerPeppi, #P.Kapferer, #WidmannOtti. Im Winter war unsere Familie von klein an regelmäßig, wenn möglich immer Zuschauer der Skirennen von meinem Bruder Gerd. Gerd war auch vielfacher Tiroler Meister im Geräteturnen, Mitglied der Nationalmannschaft im Geräteturnen, österreichischer Meister im Bodenturnen (mit den wohl schnellsten Flic-Flac-Salto, welchen ich je gesehen habe) und hat mit meinem Vater gemeinsam in der Tiroler Auswahl Handball gespielt.
Die Suche nach dem Reichtum des Lebens
Heute höre ich von ihm nur, wenn er mit einer Gruppe im Himalaya ist! Meine Schwester #KattnigSigrid„Giggi“, 6 Jahre älter, war im Leben wie im Sport lange meine Babysitterin. Sie war eine begeisterte Sportlerin im Geräteturnen, Schilauf und war in der Leichtathletik sogar Tiroler Meisterin über 200m. Mit ihr und ihren Freundinnen habe ich sehr viel Freizeit im Schwimmbad und im Gebirge verbringen dürfen. Danke!
Wir waren jung, ein Leben ohne Handy, Tablett, PC und Fernsehen. Sport, Natur, Berge und jede Art von Bewegung war für uns alle Leidenschaft und Freude.
Immer noch höre ich die Kommentare, wie ich als 2 Jähriges Kleinkind, damals mit langen blonden Haaren in Seefeld den Gschwandtkopf mit den Schiern hinunter gefahren bin. Schon als Schüler war ich sehr risikofreudig, ohne Grenzen in allen Dingen, sehr zum Leidwesen meiner Familie und meiner Umgebung. Die Bemerkungen „geht nicht“ „kann man nicht“ „unmöglich“ war schon als kleiner Schüler für mich der sichere Startschuss etwas auszuprobieren. In Erinnerung ist geblieben: Um vom Gschwandtkopf mit Schwung zum Seefelder Bahnhof für den Zug nach Innsbruck zu kommen, mussten die letzten Hänge von möglichst weit oben im Schuss genommen werden, daher wurde immer von weiter oben gestartet. Einmal habe ich dabei eine kleine Sprungschanze auf der Piste übersehen und bin schwer auf den Rücken gestürzt. Am nächsten Tag bin ich dann zu Fuß trotz Rückenschmerzen in die etwa 10 km entfernte Schule gelaufen. Dort bin ich umgekippt und ohnmächtig geworden. Es wurde eine gebrochene Wirbelsäule festgestellt. Schon als Kind habe ich immer gehört, besonders von meinem Bruder „Werner, du spinnst“.


Raum, Luft, Schwerkraft! Ich spüre mein Gehirn. Das kannst DU nicht – Probier`s!
Risiko und das scheinbar Unmögliche war mein sportliches Leben, in allen Lebenslagen, sehr zum Ärgernis meiner Familie, so auch im Schirennlauf. Viele Ausfälle mit Kopfschütteln der Trainer und Funktionäre.
#GuzziLantschner hat den Werbefilm für die
#olympischenWinterspiele1964 in Innsbruck gedreht. #AndiGottain und ich wurden für den Skiteil ausgewählt. Gedreht wurde auf der #InnsbruckerSeegrube mit Schischulleiter Hr. #Moser von der #SchischuleInnsbruck, bei einem Slalon. Für uns Rennlaufschüler war die sich damals gewaltig veränderte fortschrittliche Renntechnik im Vergleich zur gelehrten und unterrichteten österreichischen Schischultechnik, immer ein Konfrontationspunkt. Gelehrt und unterrichtet in den Schischulen damals noch nach dem österreichischen Schilehrplan – „Gegenschulter“(siehe auch die Bilder von ‚#HinterseerErnst – gelehrt,- wir, durch Beobachten der Vorbilder wie z.B. #KarlSchranz, #GuyPerillat, #Jean-ClaudeKilly, wir haben schon die Außenschulter vorgezogen, was uns besonders #Toni Seelos beim Training in Seefeld immer beizubringen versucht hat. Der von #StefanKruckenhauser in #St.Christoph ausgebildete Schilehrer hat immer versucht uns im Training hin zur Gegenschulter-Technik zu korrigieren!
Schi gefahren wurde bei uns Tag und Nacht, – war im Frühjahr auf einer Schattenseite noch irgendwo einsam ein kleiner Flecken Schnee,
– für nur einen einzigen Schwung, dann haben wir uns dort getroffen. Es war so wunderschön mit den schweren Holzlatten von #Messerer.
Durch meine Ergebnisse und die Kontakte meines Vaters zu #Kneissl habe ich dann einen Schwung Skier von #Kneissl bekommen. Slalom, Riesenslalom und für die Abfahrt den berühmten #Kneissl “Kanone“, der Erfolgsschchi damals von #SchranzKarl einen der ersten Kunststoffschier, alle mit dem legendären superschnellen damals neuen #Kofix-Schibelag. Stolz und von meinen Schikollegen aus dem Ötztal (#RimmlGerhard, #Falkner) und dem Arlberg (#CordinKarl, #StaffnerSepp, #MattAlfred) Kitzbühel (#SchweigerMichie, #Feiersinger) und #StueferHarald, #EberharterHarald, – bestaunt bin ich stolz mit meinem neuen Schipaket in der Leutasch erstmals bei einem RS an den Start gegangen. Unbedingt musste ich mit dem neuen blauen Kanone starten. Obwohl ich diesen vorher überhaupt noch nicht ausprobieren konnte. Außerdem war der Schi mit 2.05 m länger als meine gewohnten #Messererski. Start…., und das erste Tor ging für mich gerade aus… Umarme Deine Leidenschaft
Besonders beliebt war für uns das Rasen und Zaubern über die oft 1m hohen Buckeln mit #EberharterHarald und #StueferH. auf der Innsbrucker Seegrube. Die allwöchentlichen Skirennen wurden in einer anderen Dimension gefahren. Von den Eltern organisiert wurden wir zu den Schirennen gefahren. Bei einem RS im Pitztal wurden z.B. unsere Schier auf ein Materialseilbahn geladen und zum Start hinauf transportiert. Von dort mussten wir etwa 1 Stunde zu Fuß bis zum Ziel und dann bis zum Start nochmals hochsteigen. Oben angekommen musste ich feststellen, dass meine Schier nicht angekommen waren, die Materialseilbahn war aus dem Seil gesprungen. Es war damals selbstverständlich Schier von einem anderen Rennläufer geliehen zu bekommen. Die Schier wurden mir sogar angepasst und bis zum Start hochgetragen, während ich mir in Ruhe den RS anschauen konnte. Meine Schier und die von einigen anderen wurden später in der Talstation der Materialseilbahn gefunden. Skurril, doch war damals vieles anders wie heute. Besonders die Kameradschaft und Rivalität unter den Athleten, Regionen und den Bundesländern. Besonders als #HinterseerErnst ÖSV-Trainer war, erinnere ich mich, dass die Rennläufer aus Kitzbühel im Training oft sehr unangenehm bevorteilt wurden.
Auch an der #Handelsakademie in Innsbruck war meine Abwesenheit an Wochenenden zu Schirennen bei den Professoren ein Ärgernis. „Besser lernen, wie Schi fahren…!“ Trainiert wurden wir neben dem Kitzbühler #HinterseerErnst auch oft von #PeerOtto aus Mutters.

Raum, Luft, Schwerkraft. Ich spüre mein Gehirn
Internationale Platzierungen beim Sommer-Riesenslalom am Stilfser Joch, Siege im Slalom in Fiss (Komperdell) u.a. gegen #HaraldRofner (damals österreichischer Jugendmeister), Schivergleich Tirol- Bayern am Rofan gegen #ChristianNeureuther, jedes Wochenende Wettkämpfe europaweit. Div. Siege und 2.+3. Plätze zwischen #Cordin, #Matt, #Rofner, #Rimmel, #Stuefer – später alle österreichische Nationalkaderläufer, Weltcupsieger, Weltmeister und Olympiasieger – haben mich nach einer durchwachsenen, erfolgreichen Schi-Saison im Dezember ins Training für eine neue Renn-Saison gebracht. Übermütig und die Bemerkung „kann man nicht“ „unmöglich“, hat mich einen Hang am Penken in Mayerhofen im Schuss nehmen lassen, mit einem kapitalen verhängnisvollen Sturz. Gehirnblutung und Gehirnquetschung, mit sehr langem Aufenthalt in Innsbruck im Krankenhaus. Bei den Professoren an der HAK war ich immer ein Ärgernis. Besonders nach meinem Schiunfall und meinem längeren Aufenthalt im Krankenhaus – ich wurde von keinem einzigen Lehrer besucht oder mit dem versäumten Lehrmaterial versorgt. Auch meine Noten im Fach Leibesübungen waren über die Jahre obwohl ich an der HAK nie besser wie eine 2.
Transport zu den Rennen wurde damals vorwiegend von den Eltern übernommen u.a. oft von den Eltern meines damaligen Trainingspartners und Freund #EberharterHarald (Cousine vomLecher #NenningGerhard).
Weitergeben was wir gelernt haben
Mein Vater ist immer besonders gerne zu meinen Schirennen gefahren, da er dort mit den Eltern meiner Schigeneration zusammengetroffen ist, er war mit diesen zu seiner Zeit aktiv und man hat lauthals und mit viel Enthusiasmus Erfahrungen und Erinnerungen von damals ausgetauscht und die eigene Jugend wieder aufleben lassen.
Besonders in Erinnerung sind mir heute auch noch #PallLiesi , #PallInge, #PallOgga und #PallWalter. #VaterPall, ein übergewichtiger unsportlicher Nichtschifahrer aus Wien, dieser hat fast täglich seine Kinder mit dem Auto eingesammelt und ist mit ihnen zum Schitraining gefahren. Dabei immer sein kleiner Hund. Oft auch #StueferHarald. Ins österreichische Nationalteam haben es alle geschafft, am talentiertesten war #PallLiesi, Olympiasiegerin wurde #PallOlga.
Wenn Du etwas brauchst, was Deine Phantasie anregt!
Immer wieder zeigen mir meine Betrachtungen, wie wichtig es ist jungen Menschen die Freude an der Bewegung zu vermitteln, denn das ist die Natur von uns Menschen. Unsagbares Talent und Begabung ist nicht immer Garantie für Erfolg. Selbstverständlich ist jegliche Jugendzeit unwiederbringlich.

Nach der Schule im Sommer haben wir Kinder auf der Straße Fußball und Völkerball gespielt, und sind Radrennen auf Zeit rund um die Siedlung gefahren, Autoverkehr hat es damals noch fast nicht gegeben. Im Winter waren mehrere prägnante Plätze, dort haben sich fast alle Familien aus dem Umkreis mit allen Kindern getroffen und man hatte gemeinsam riesige Freude am Schifahren, hat gemeinsam gelacht, Schanzen gebaut, gesprungen, ob aktiver Kader-Rennläufer oder Hobbyschiläufer, – Spaß hatte man immer zusammen, gemeinsam. Manches Mal musste ich nach Schirennen von der Bus-Endstation zu Fuß zu unserer Wohnung gehen. Jeder der Anwohner oder Nachbarn, denen ich dabei begegnet bin, wollten von mir wissen: „Na, Werner, wie ist es Dir gegangen!“ Noch heute sehe ich mich als stolzer Jugendlicher in der Gemeinschaft. Später als österreichischer Jugend- und Juniorenmeister, oder nach 5 von 6 gewonnenen Geräten bei österreichischen Meisterschaften, dabei habe ich in Österreich fast immer nur das Gefühl von Neid und Eifersucht – besonders im Verein, dort besonders von meinen Trainingskameraden -, gespürt. Nach meinen schweren Verletzungen (Gehirnquetschung, Achillessehnenrisse, Meniskus) hat mich vom Verein kein einziger im Krankenhaus besucht. Einzig der Bruder – Wolfgang – von meiner Schwägerin Helge hat mich nach meiner Kopfverletzung täglich im Krankenhaus besucht. Danke, diese Besuche waren für meine Genesung in dieser schweren Zeit sehr wichtig und noch heute kann ich mich an viele unserer „tiefsinnigen, philosphischen“ Gespräche mit Dankbarkeit erinnern.
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat den schönsten SPORT im ganzen Land
Der Traum „Schirennlauf“ war ausgeträumt, bevor er richtig begonnen hat. Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus erinnere ich mich noch an das ernste Gesicht von Fr. #Dr.Wewerka und #Dr.Raas. “Achtung, kein Schirennlauf, kein Sport in Zukunft, jeder kleinste Sturz kann zum Tod oder Lähmungen führen“! Man kann die Zeit nicht in die Hand nehmen. Mein erster Weg in die Freiheit war in die Turnhalle. –

Jetzt doppelte POWER, jetzt erst recht…


Andere ZEIT, andere WELT…mehr dimensionale Bereichsbildung