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Der nächste Schritt -Geräteturnen – Jugend

2. Ende SCHILAUF, Geräteturnen Jugend, 1860MÜNCHEN

Die Karriere Schilauf war für mich endgültig vorbei, Geräteturnen wurde nun meine nächste Leidenschaft. Jetzt doppelte Power…

In Wien wurde ich dann österreichischer Jugendmeister im Geräteturnen. Ich habe damals am Gang der Turnhalle den damaligen österreichischen Meister #StuchlikPeter getroffen. Dieser ist direkt auf mich zugegangen und hat mir zu meiner Leistung herzlichst gratuliert und mir versichert, dass dies was er gesehen hat, ihn sehr imponiert hat. Diese Gratulation sehe ich heute noch in Gedanken voller Stolz vor mir und freue mich über diese Anerkennung. Nach meinem Titel als österreichischer Jugendmeister haben sogar die Deutschen Zeitungen über mich und nicht über den Sieger der Meisterklasse #StuchlikPeter geschrieben und ich wurde als besonderes Talent erwähnt.

Entdecke das jugendliche ICH

Es folgt der österreichische Meistertitel der Junioren.                                  Nachdem ich bei einem Turnwettkampf in Italien gegen den damaligen Deutschen Juniorenmeister gewonnen hatte, wurde ich zu den Deutschen Meisterschaften im Geräteturnen eingeladen. Am Samstag Abfahrt, am Freitag noch leichtes Training mit Gymnastik und Ausschaukeln am Barren, eine lockere Stützkehre am Barren und ich greife neben den Holm. Bruch des Mittelhandknochens, Hand im Gips…

Dringende Gefährdungsanalyse

#SchreiberBruno, Trainer des #USCMünchen (turnten damals bereits in der deutschen Bundesliga) mit #LeopoldsederHeini, #Häußler (damals einer der besten Seitpferdturner der Welt) hat mich dann nach München geholt. Habe damals sogar einige Zeit bei #SchreiberBruno gewohnt. Er war ein ganz phantastischer Trainer und Mensch. Danke

Geräteturnen in Österreich war geprägt von der unangenehmen Rivalität unter den Bundesländern. Vorarlberg (Wolfurt) war im Geräteturnen das Maß aller Dinge, sowohl bei den Kampfrichtern, wie auch bei den Aktiven. Turnwettkämpfe Innerösterreich (Vorarlberg) gegen Außerösterreich (Aktive aus dem restlichen Österreich) waren damals lächerlicher Alltag typisch für das von mir in meiner aktiven Zeit erlebten österreichischen Funktionärswesen.  

Ich bin nicht sicher was das Richtige ist

Nachdem nun #1860 München im Geräteturnen in die Bundesliga aufgestiegen war, hat #MaderRoland (Vizepräsident von 1860 und aktiver Sportpolitiker im Deutschen Sportbund u.a. Präsident des deutschen Volleyballverbandes) und Staatssekretär#Sackmann (#Präsident1860) haben direkt bei meinen Eltern in Innsbruck vorgesprochen um über einen Wechsel zu 1860 nachzudenken, besonders auch im Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Spielen in München und dem Interesse des DTB. #Toni Schelle, selbst über Jahre einer der weltbesten Geräteturner war damals Trainer bei 1860, #UllmannArno und #BlumenstielHeini haben den Kern der Mannschaft gebildet und wurden dann meine Trainingspartner. Aufgenommen in die Mannschaft wurde ich mit so viel ungewohnter Herzlichkeit, dies war mir bis zu diesem Zeitpunkt im Spitzensport völlig unbekannt. Jeder meiner Trainingskameraden hat sich in der Freizeit um mich bemüht und mich in München herumgeführt. Das Training mit #SchelleToni und zeitweise im #BundesleistungszentrumFrankfurt mit #FriedrichEdi, #EffingBernd, #GingerEberhard (Olympiasieger), #MössingerWalter haben zu einer erheblichen Leistungssteigerung geführt. Die Mehrzahl der Bundesligakämpfe wurden dann von mir gewonnen.

Auf und ab, so ist das Leben

Bei den österreichischen Meisterschaften habe ich dann in Innsbruck 5 von 6 Geräten gewonnen. Training am Montag danach, mit Jugendlichen in der Turnhalle, ich korrigiere bei den Jugendlichen ohne Aufwärmen einen ihrer technischen Fehler, FlicFlac-Salto und zeige wie dies ausgeführt werden sollte. Klatsch die rechte Achillessehne reißt. Ehrgeiz – Zu früher Trainingsbeginn, in #Schielleiten reißt die Achillessehne dann zum 2. Mal.

Schwere Zeiten nach 2 Achillesabrissen. Achillessehne nun gekürzt, Bodenturnen, Pferdsprung und Gerätelandungen bei Abgang stark gehändicapt. Menschlich enttäuschend für mich war jeweils die Reaktion des österreichischen Fachverbandes und des Innsbrucker Turnvereins.

Was man wahrnimmt ist real

Habe es immer sehr schwer gehabt in einer damals deutsch-völkischen Umgebung des Vereins. „Stramm stehen“, „Wir begrüßen die Turnstunde mit einem GUT HEIL“ „Rechts um, laufen…“ Ich war ein aufgeweckter, aufmüpfiger dummer Jugendlicher mit Problemen sich darin unterzuordnen. Ein Schlüsselbund vom Vorturner und Trainer (damals #ProfNachtschattWalter) flog mit voller Wucht gegen meinen Kopf, ein Zahn lag am Turnhallenboden, eine klaffende Wunde oberhalb der Lippe musste dann im Spittal genäht werden, noch heute oberhalb der Lippe sichtbar. Mein aufmüpfiges Verhalten hat nicht nur bei den in der Vergangenheit lebenden Funktionären Widerstand hervorgerufen, leider auch im Bereich der Schule im Umgang mit den Lehrern. Erst in München, habe dort neben dem Training  BWL mit Abschluss studiert, war mein Kontakt zu Professoren und Assistenten hervorragend, freundschaftlich und menschlich. Auch haben diese regelmäßig meine Wettkämpfe besucht! Kontakt hatten wir auch nachdem ich nicht mehr in München aktiv war und dort gelebt habe!

Es ist cool lebendig zu sein

Während ich in Österreich zu meiner aktiven Zeit an der #HAKInnsbruck einen sehr negativen Status hatte und jeder Professor erzieherische Maßnahmen bei mir setzen wollte und musste. Z.B. Ich habe wegen einer Infektion einige Tage den Unterricht an der HAK versäumt. Am Samstag war Tiroler Meisterschaft im Geräteturnen. Ich war wieder halbwegs fit und hergestellt und ich habe gewonnen. Am Montag Artikel mit Foto in der #TirolerTageszeitung. Der erste Lehrer ist mit etwas Verspätung in die Klasse gekommen und hat mich sofort an die Tafel gerufen und begann sofort den von mir versäumten Stoff abzufragen, auf Weisung des HAK-Direktors #Prazeller. Dies hat sich den ganzen Vormittag fortgesetzt. Ich bin nur noch dagesessen, Füße auf dem Pult, meine Antworten wurden immer mehr zum Gaudium für die ganze Klasse…

Es sind alle da…

#LorenzOtto (damals ÖSV-Präsident) und #PepeunigPutzi (Gründer der #Deutsch-Österreichischen4Schanzentournee) waren ehemals zu ihrer Zeit Freunde und Sportkollegen unseres Vaters. Immer wieder haben sie versucht, meinen Bruder #KattnigGerd und mich für das Schispringen zu begeistern. Auch war damals das #SchigymnasiumStams noch im Entstehen, #Preiml Baldur hat damals noch als Student mit uns in der ITV-Turnhalle an den Turngeräten für sein Studium geübt.

Entdecken und staunen

Was waren es doch für Zeiten, der erste ÖSV-Trainingskurs war in der ersten Dezemberwoche, vorher nur sporadische Trocken- und Konditionskurse. Schirennen im Sommer waren rar. An das #StifserJoch mit #EberharterHarald erinnere ich mich heute noch. #SchranzKarl der bereits im Sommer täglich von der #Valuga heruntergelaufen ist, er wurde damals von der aktiven Schirennläufern wie ein Weltwunder bestaunt.

Mit allen 5 Sinnen die Welt erkunden

Besonders in Erinnerung sind mir noch die Schikollegen #PallInge, #PallLissie, #PallOgga und #PallWalter, trainiert von Vater Pall, selbst überhaupt kein Schifahrer aus Wien. Er hat fast täglich seine Kinder eingesammelt und ist mit ihnen zum Schi-Training gefahren. Immer war auch sein kleiner Hund dabei, welcher meist von der Talstation zur Bergstation unter dem Lift hochgelaufen ist. #StueferHarald war auch oft dabei. Am talentiertesten war Lissie, Ogga wurde dann Olympiasiegerin.

Knoblauch ist ein Guter

Außerdem ist mir noch in Erinnerung ein Slalomtraining in Obergurgel. #Hoppichler war damals GF des #Bundessportheims. Trainiert haben wir am Steilhang vor der Anlage.  Hoppi hat mir das Slalomtraining untersagt, da ich seiner Meinung nach zu risikovoll und gefährlich Slalom gefahren bin. Jahrzehnte später hat mich noch der damalige neue GF in Obergurgel #AsteWolfgang (selbst ehemaliger Kaderläufer) bei einem Projekt im Bundessportheim, – darauf angesprochen. Risiko. Unberechenbares Risiko war in meiner Jugend immer meine Welt und mein Leben. In Seefeld am #Gschwandkopf bin ich auf die #K2-Schiakrobatik-Truppe getroffen. Mit viel Spaß bin ich bei ihrem Training auch über die Schanze gefahren. Sie wollten mich sofort für ihre Truppe engagieren. Leider habe ich diese Chance damals nicht erkannt!!